1 KundenwegSechs Stationen, an jeder gehen Kontakte verloren
2 AARRRFünf Fragen als Raster für Kennzahlen
3 Wertschöpfungskette und LoopVon der Frage zur Aktion, und wie Wachstum entsteht
4 HypotheseVon der Beobachtung zur prüfbaren Aussage
Etwa 35 Minuten. Danach Übung 1.2 mit den Webinar-Kontakten im Google Sheet.
10 von 198 durchgeführte qualifizierte Gespräche nach dem Follow-up, das sind 5,1 Prozent in 14 Tagen.
Drei Kampagnen von Aurenta, Beobachtung jeweils 14 Tage nach dem Webinar.
Begriff
Lead
Ein Kontakt, der zur Zielgruppe passt und ein erkennbares Anliegen hat. Kein sicherer Auftrag.
Begriff
Qualifizierung
Prüfung, ob ein Lead zum Angebot passt, anhand vorher festgelegter Kriterien.
Begriff
Conversion
Ein vorher definierter Übergang, etwa vom Follow-up zum gebuchten Gespräch.
Begriff
Conversion-Rate
Zähler, Nenner und Zeitraum. Ohne alle drei ist es keine Rate.
Keine Rate
Rate
Acquisition
Die Frage
Wie entsteht ein passender Erstkontakt?
Bei Aurenta
Der Übergang
Anmeldung zum Webinar über einen Fachbeitrag. Passend heißt: Marketingabteilung eines mittelständischen B2B-Unternehmens.
Messgröße
Kennzahl
Anmeldungen je Fachbeitrag, Anteil der Anmeldungen aus der Zielgruppe.
Activation
Die Frage
Wann erlebt der Kontakt zum ersten Mal konkreten Nutzen?
Bei Aurenta
Der Übergang
Eine Arbeitshilfe hilft bei der Auswahl eines eigenen KI-Anwendungsfalls, oder ein Erstgespräch klärt die Aufgabe.
Messgröße
Kennzahl
Anteil der Follow-ups mit Antwort, Anteil geführter qualifizierter Gespräche.
Retention
Die Frage
Warum bleibt die Beziehung relevant?
Bei Aurenta
Der Übergang
Weitere passende Inhalte nach dem Webinar, erneute Zusammenarbeit nach dem Praxischeck.
Messgröße
Kennzahl
Anteil der Kunden mit Folgeprojekt, Öffnungsrate weiterer Inhalte bei Kontakten ohne Auftrag.
Referral
Die Frage
Wann wird das Angebot weiterempfohlen?
Bei Aurenta
Der Übergang
Eine zufriedene Kundin stellt einen Kontakt her, oder eine Fallstudie zieht ähnliche Unternehmen an.
Messgröße
Kennzahl
Anteil der Erstkontakte, die über eine Empfehlung oder Fallstudie kommen.
Revenue
Die Frage
Wie entsteht Umsatz?
Bei Aurenta
Der Übergang
Der beauftragte KI-Praxischeck Marketing, 2.400 Euro netto als Festpreis.
Messgröße
Kennzahl
Aufträge je Kampagne, Umsatz je Auftrag, Kosten je Auftrag.
| Bereich | Frage | Bei Aurenta |
|---|---|---|
| Acquisition | Wie entsteht ein passender Erstkontakt? | Anmeldung zum Webinar über einen Fachbeitrag |
| Activation | Wann erlebt der Kontakt zum ersten Mal Nutzen? | Arbeitshilfe zur Auswahl eines KI-Anwendungsfalls |
| Retention | Warum bleibt die Beziehung relevant? | Weitere passende Inhalte, erneute Zusammenarbeit |
| Referral | Wann wird das Angebot weiterempfohlen? | Eine zufriedene Kundin stellt einen Kontakt her |
| Revenue | Wie entsteht Umsatz? | Beauftragter Praxischeck |
Vom Webinar-Kontakt zum qualifizierten Gespräch. Die anderen Bereiche kommen im Semesterprojekt je nach Zuschnitt mit Zoi dazu.
Wertschöpfungskette
Growth Loop
Frage
Beobachtung
198 Follow-ups, 16 Buchungen, 10 qualifizierte Gespräche. Wer nur nachlesen wollte, hat fast nie gebucht: 1 von 60.
Meinung
Mögliche Erklärungen
Die einheitliche Gesprächseinladung kommt zu früh. Oder: Angebot oder Zeitpunkt passen nicht.
Plan
Hypothese
Eine Nachbereitung nach Anliegen führt in 14 Tagen zu mehr qualifizierten Gesprächen als die einheitliche Einladung.
Wenn die Nachbereitung sich am Anliegen des Kontakts orientiert, statt allen ein Erstgespräch anzubieten, dann steigt die Zahl qualifizierter Gespräche in 14 Tagen, weil mehr Kontakte den für sie passenden nächsten Schritt bekommen.
X: die Änderung. Y: die messbare Wirkung mit Zeitraum. Z: der vermutete Mechanismus.
Ebene 1
Marketingwirkung
Bringt die Änderung mehr passende Gespräche? Gemessen als qualifizierte Gespräche je Gruppe in einem festen Zeitraum.
Ebene 2
Qualität
Sind Empfehlungen und Texte richtig? Anteil korrekter Empfehlungen, gedeckte Aussagen, eingehaltene Kontaktsperre.
Ebene 3
Aufwand
Spart der Workflow Zeit? Bearbeitungszeit pro Kontakt inklusive Prüfung und Nacharbeit.
In den Blocktagen wird Ebene 2 geprüft. Messdesign für Ebene 1 und Aufwand für Ebene 3 kommen im Semesterprojekt dazu.
Indeed
KI für kreative Entwürfe, Tests, Markenrecherche und personalisierte Ansprache im Vertrieb (Interview mit OpenAI, Januar 2026).
Transferfrage: Welcher wiederkehrende Vorbereitungsschritt ähnelt der Nachbereitung bei Aurenta?
Copy.ai
Claude in Content-Workflows zur Erstellung und Bearbeitung von Marketinginhalten (Fallstudie von Anthropic).
Transferfrage: Welche Informationen und Prüfkriterien müssen feststehen, bevor Content in großer Zahl erzeugt wird?
Beide Quellen sind Berichte der KI-Anbieter, keine unabhängigen Studien. Links im Werkzeugkasten.
Etwa 30 Minuten im Dreierteam.
Ergebnis: Sheet-Kopie mit zwei Pivot-Tabellen und Experimentkarte in der Teamablage.
Regel 1
Zufällige Zuteilung
Der Zufall entscheidet, wer in die Kontrollgruppe A (bisherige Einladung) und wer in die Treatment-Gruppe B (nach Anliegen) kommt.
Regel 2
Nur eine Änderung
Wer Text, Zeitpunkt und Absender gleichzeitig ändert, weiß nicht, was gewirkt hat.
Regel 3
Kennzahl vorher festlegen
Qualifizierte Gespräche innerhalb von 14 Tagen. Nicht nachträglich wechseln.
Regel 4
Genug Fälle
Kleine Unterschiede bei kleinen Zahlen sind meistens Zufall. Nächste Folie.
| Gruppe | Qualifiziertes Gespräch | Kein Gespräch | Summe |
|---|---|---|---|
| A: Kontrollgruppe, bisherige Einladung | – | – | – |
| B: Treatment-Gruppe, nach Anliegen | – | – | – |
| Summe | – | – | – |
Ob ein Unterschied mehr als Zufall ist, klärt ein statistischer Test. Das kommt in einer eigenen Einheit im Semester, vor dem Messdesign.
| Gruppe | Qualifiziertes Gespräch | Kein qualifiziertes Gespräch | Summe |
|---|---|---|---|
| A: Kontrollgruppe, bisherige Einladung | 5 | 94 | 99 |
| B: Treatment-Gruppe, nach Anliegen | 9 | 90 | 99 |
| Summe | 14 | 184 | 198 |
Erfundene Beispielzahlen für Aurenta. Zeilen sind die Gruppen, Spalten das Ergebnis, Zellen die Anzahl der Kontakte. Stufe 1 von 3.
| Gruppe | Qualifiziertes Gespräch | Kein qualifiziertes Gespräch | Summe |
|---|---|---|---|
| A: Kontrollgruppe | 5,1 % | 94,9 % | 100 % |
| B: Treatment-Gruppe | 9,1 % | 90,9 % | 100 % |
| Gesamt | 7,1 % | 92,9 % | 100 % |
Jede Zeile summiert auf 100 Prozent. Das ist die Gesprächsquote, die im A/B-Test verglichen wird. Stufe 2 von 3.
| Gruppe | Qualifiziertes Gespräch | Kein qualifiziertes Gespräch | Summe |
|---|---|---|---|
| A: Kontrollgruppe | 35,7 % | 51,1 % | 50 % |
| B: Treatment-Gruppe | 64,3 % | 48,9 % | 50 % |
| Summe | 100 % | 100 % | 100 % |
Jede Spalte summiert auf 100 Prozent. 9 von 14 Gesprächen kamen aus B. Klingt eindrucksvoll, ist aber nicht die Gesprächsquote und sagt nichts über die Wirkung je Kontakt. Stufe 3 von 3.
Bei 99 Kontakten pro Gruppe ist ein Unterschied von 5 gegen 9 Gesprächen nicht von Zufall zu trennen. Für einen Nachweis von 5 auf 10 Prozent braucht ein Test etwa 400 Kontakte je Gruppe.
Übliche Annahmen eines statistischen Tests: Irrtumswahrscheinlichkeit 5 Prozent, Teststärke 80 Prozent. Wie die Rechnung geht, behandeln wir in einer eigenen Einheit im Semester.
Zeilen
Erwartet
Vor dem Lauf im Testprotokoll festgelegt. K-02: Material, weil nur nachgearbeitet werden soll.
Spalten
Tatsächlich
Was der Workflow ausgibt. K-02: Erstgespräch.
Zelle
Anzahl Fälle
K-02 landet in Zeile Material, Spalte Erstgespräch. Auf der Diagonale stehen die Treffer.
Dieselbe Kontingenztabelle wie beim A/B-Test, nur mit zwei anderen Merkmalen. Zeilenanteile: Wenn Material erwartet war, wie oft kam Material? Spaltenanteile: Wenn der Workflow Erstgespräch sagt, wie oft stimmt das?
| Erwartet (Zeile) / Workflow (Spalte) | Material | Rückfrage | Erstgespräch | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Material | 3 | 0 | 1 | 4 |
| Rückfrage | 0 | 2 | 1 | 3 |
| Erstgespräch | 0 | 0 | 2 | 2 |
| Summe | 3 | 2 | 4 | 9 |
Zeilenanteile: Material 3 von 4 (75 %), Rückfrage 2 von 3 (67 %), Erstgespräch 2 von 2 (100 %). Spaltenanteile: Wenn der Workflow Erstgespräch sagt, stimmt es nur in 2 von 4 Fällen (50 %). Ob 7 von 9 besser ist als 5 von 9 bei einer einfachen Lösung, klärt bei so kleinen Zahlen nur ein statistischer Test; auch das kommt später.
Für Playbook und Evaluation im Semesterprojekt:
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