KI verstehen
Für die Übungen genügen einige Grundlagen: Was ein Modell aus dem Kontext ableiten kann, welche Informationen fehlen und warum auch eine überzeugende Antwort geprüft werden muss.
Modell, Chat und Workflow
Ein Sprachmodell erzeugt Ausgaben auf Basis gelernter Muster und des bereitgestellten Kontexts. Das Chatprodukt ergänzt beispielsweise Verlauf, Websuche oder Dateifunktionen. Ein n8n-Workflow verbindet einzelne Arbeitsschritte und kann ein Modell über eine Schnittstelle aufrufen. Ein Chatkonto und eine Modellverbindung in n8n sind unterschiedliche Zugänge.
Vier Begriffe
| Begriff | Bedeutung für die Übung |
|---|---|
| Token | Einheiten, in denen Text verarbeitet wird, oft Wortteile. Lange Materialien benötigen mehr Verarbeitungskapazität. |
| Kontext | Informationen, die dem Modell für die aktuelle Aufgabe tatsächlich vorliegen. Das Angebot von Aurenta gehört ausdrücklich hinein. |
| Trainingswissen | Allgemeine gelernte Muster und Informationen. Daraus folgt keine Kenntnis des fiktiven Angebots oder aktueller interner Daten. |
| Halluzination | Plausibel formulierte, aber nicht gedeckte oder falsche Aussage. Ein erfundener Buchungslink wäre ein Beispiel. |
Kontext praktisch prüfen
Die Frage „Was kostet der KI-Praxischeck Marketing von Aurenta?“ zunächst als Frage nach einer fehlenden Grundlage betrachten. Der Name allein belegt keinen Preis. Mit der Angebotsbeschreibung ist der fiktive Preis eindeutig: 2.400 Euro netto. Die Aussage ist innerhalb des Falls prüfbar, aber keine reale Marktinformation.
Das Üben verlangt keine absichtlich irreführenden Quellen. Entscheidend ist, ob das Modell vorhandene Angaben nutzt und echte Lücken erkennt. Der Preis ist bekannt, konkrete Gesprächstermine sind es nicht.
Ausgaben bleiben überprüfbar
Gleiche Eingaben können unterschiedliche Ausgaben erzeugen. Modell, Einstellungen, Produktfunktionen und Kontext beeinflussen das Ergebnis. Ein erfolgreicher Lauf reicht deshalb nicht für eine allgemeine Zuverlässigkeitsaussage.
Eine Quellen-ID belegt nur etwas, wenn die referenzierte Information tatsächlich vorliegt. Ein Modell kann auch Quellenangaben erfinden. Im Fallpaket sind Q1 bis Q8 interne Material-IDs; sie sind keine externen Publikationen.
Grenze der Interpretation
Die Aussage „Die Person fragt nach Material“ ist durch ein entsprechendes Anliegen gestützt. „Die Person hat kein Budget“ ist ohne weitere Information eine Vermutung. Gerade bei Qualifizierung und Priorisierung müssen Beobachtung, Interpretation und Entscheidung auseinandergehalten werden.